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Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Eine Einladung zum Gespräch ist ein gutes Zeichen, löst aber bei vielen auch Nervosität aus. Das Gute: Vorbereitung lässt sich planen. Mit drei bis vier Stunden, verteilt auf mehrere Tage, gehst du deutlich ruhiger hinein. Ein Ergebnis kann niemand versprechen, aber du kannst dafür sorgen, dass du dich nicht über Dinge ärgerst, die du hättest klären können.

Schritt 1: Die Stelle und das Unternehmen verstehen

Lies die Stellenanzeige noch einmal und markiere die drei bis fünf wichtigsten Anforderungen. Schreibe zu jeder einen Satz oder ein Beispiel aus deinem bisherigen Berufs- oder Schulalltag dazu. Danach schaust du dir die Internetseite des Unternehmens an: Was bietet es an, wer sind die Kundinnen und Kunden, gibt es aktuelle Meldungen? Notiere dir zwei bis drei Dinge, die dich wirklich ansprechen. Aussagen wie Mich begeistert, dass ihr regionale Betriebe beliefert wirken glaubwürdiger als allgemeine Floskeln.

Schritt 2: Typische Fragen durchgehen

Bestimmte Fragen kommen in vielen Gesprächen vor. Formuliere für diese Antworten in Stichpunkten, nicht als auswendig gelernten Text:

Für Beispiele eignet sich ein einfaches Muster: Situation, Aufgabe, was du getan hast, was dabei herauskam. Wer so erzählt, bleibt konkret und kurz.

Schritt 3: Laut üben

Gedanken im Kopf klingen oft anders als gesprochene Sätze. Übe deine Antworten laut, zum Beispiel vor dem Spiegel, mit einer Vertrauensperson oder mit der Sprachmemo-Funktion deines Handys. Höre dir die Aufnahme an: Sind die Antworten zu lang? Gibt es viele Füllwörter? Schon zwei Durchgänge machen sichtbar, wo du holperst.

Schritt 4: Eigene Fragen vorbereiten

Am Ende kommt fast immer die Frage, ob du noch etwas wissen möchtest. Gut sind Fragen zu Aufgaben im Alltag, zum Team, zur Einarbeitung und zu den nächsten Schritten im Verfahren. Fragen nach Urlaub und Gehalt sind erlaubt, stehen aber besser nicht am Anfang des Gesprächs. Schreibe drei bis fünf Fragen auf und nimm den Zettel mit: Das wirkt vorbereitet, nicht unsicher.

Schritt 5: Umgang mit schwierigen Fragen

Manche Fragen treffen unvorbereitet: Warum hast du den letzten Job verlassen? Wie erklärst du die Lücke im Lebenslauf? Welche Fehler hast du gemacht? Bleibe bei der Wahrheit, aber wähle deine Worte mit Bedacht. Sprich über Gründe sachlich und ohne Vorwürfe, nenne bei Fehlern, was du daraus gelernt hast, und lenke den Blick auf das, was du in der neuen Stelle suchst. Du darfst auch kurz überlegen, bevor du antwortest. Eine Denkpause von ein paar Sekunden wirkt ruhiger als eine hastige Antwort.

Der Tag selbst

Typische Fehler

Häufig kommen vor: über frühere Arbeitgeber schlecht sprechen, keine eigenen Fragen haben, bei Lücken im Lebenslauf ausweichen und Antworten, die zu lang werden. Zu Lücken gilt: kurz, ehrlich und mit Blick nach vorn erklären. Zu langen Antworten: Nach etwa zwei Minuten kannst du fragen, ob noch etwas vertieft werden soll.

Nach dem Gespräch

Schreibe direkt danach Stichpunkte auf: Was wurde gefragt, was lief gut, was möchtest du beim nächsten Mal anders machen? Wenn das Unternehmen einen Zeitplan genannt hat, trägst du ihn in deine Bewerbungsübersicht ein (mehr dazu im Artikel zum Organisieren von Bewerbungen). Eine kurze Dankesnachricht am nächsten Tag ist üblich und freundlich.

Passend dazu

Zum Ausfüllen: die Vorstellungsgespräch-Vorbereitung mit Notizbögen, die Liste Fragen an das Unternehmen, die Danke-Mail nach dem Gespräch und die Gesprächsnachbereitung. Mehr auf der Startseite von Karrieremappe.

Allgemeine Informationen, kein Erfolgsversprechen und keine Karriereberatung.

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